Beschreibung Leder
Leder wird aus der vom toten Tier abgezogenen Haut hergestellt, ist also ein Naturprodukt. Die Haut von fast allen tierischen Lebewesen ist zur Lederherstellung geeignet. Unsere industrielle Lederproduktion bevorzugt jedoch die Häute, welche in großen Mengen laufend anfallen und auch ein genügend großes Flächenmaß
für die Lederverarbeitung ergeben.
Der Häuteanfall, welcher in der gesamten Welt - Lederproduktion verarbeitet wird, verteilt sich auf die einzelnen Tiergattungen wie :
* Rind und Kalb - Schaf - Ziege - Schwein - sonstige ( Pferd, Wild, Reptil, usw. )
Leder ist als Werkstoff für die Schuhherstellung deshalb besonders geeignet, weil es die Fähigkeit besitzt, in hohem Maße Feuchtigkeit (Ausdünstung des Fußes) zu speichern und Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf nach außen abzugeben. Die gespeicherte Feuchtigkeit kann das Leder in einer Zeitspanne von 12 - 24 Stunden, d.h. wenn der Schuh nicht getragen wird, wieder an die Umgebung abgeben. Vom Verwendungszweck her unterscheidet man am Schuh folgende Leder:
* Oberleder - Futterleder - Bodenleder - Brandsohlenleder
In ihrem Aufbau unterscheiden sich die Leder jedoch nicht. Leder besteht aus gegerbtem Hautmaterial, Eiweißfasern, dem sog. "Kollagen". Die Fasern sind räumlich miteinander verbunden und endlos miteinander verschlungen.
Im Aufbau unterscheidet man zwei Schichten:
* die Narbenschicht (Außenseite der Haut)
* die Faserschicht ( die dem Tierkörper zugewandte Seite der Haut )
In der Narbenschicht sind die Fasern dicht und fein, in der Faserschicht gröber und lockerer. Die Faserschicht, die wesentlich dicker als die Narbenschicht ist,
bildet das tragende Element des Leders. Den oberen Abschluß der Narbenschicht bildet der Narben, der entsprechend der Tierart ein charakteristisches Bild - hervorgerufen durch das jeweilige Haarkleid - zeigt.
Lederarten
Boxcalf:
gleichmäßige Narben - kaum erkennbare Poren - weicher und geschmeidiger Griff (junges Kalb)
Mastbox:
im Griff fester und in den Poren größer als Boxcalf (junges Rind)
Rindbox:
festes und kräftiges Leder - großporige Narben
Chevreaux:
recht weiches und geschmeidiges Leder mit dem charakteristischen Narben der Haarporen, welche in winzigen halbmondförmigen Gruppen beisammen stehen (Ziege)
Chevretten:
weicher und loser als Chevreaux - Unterschied zum gruppenförmigen Chevreauxnarben ist hier das feine Porenbild gleichmäßig (junges Schaflamm)
Schweinsleder (Pig-skin):
zähes Leder mit den starken Poren der Schweinsborsten, die jeweils eine Dreiergruppe bilden und als winzige Löcher ganz durch das Leder gehen. (vom Schwein)
Waterproof:
ein gefettetes, besonders zähes und starkes Rindleder mit deutlich fettigem Griff. (Rind)
Lackleder: Es gibt Rind-, Kalb- und Chevreaux - Lackleder. Die Narbenseite dieser Leder ist mit einer hochglänzenden Lackzurichtung versehen.
Geprägte Leder: Durch geschicktes Aufpressen eines besonderen Narbenbildes können Leder verschiedener Sorten mit einem modischen Präge-Effekt versehen werden (Imitation)
Rauh - oder Velourleder: Außer den Narbenledern sind verschiedene Arten von Rauh - und Velourledern bekannt. Laienhaft werden diese Leder meist als Wildleder bezeichnet. Bei diesen Ledern bildet die Rückseite (Fleischseite) - ausnahme Nubuk - die sichtbare Oberfläche.
Nubuk: Ist das edelste Rauhleder - die Narbenseite ist angeschliffen und hat eine feine, samtartige Oberfläche.
Spaltvelour: Wird durch spalten aus stärkerem Rindleder gewonnen - besitzt keine Narben
Lackleder:
Es gibt Rind-, Kalb- und Chevreaux - Lackleder. Die Narbenseite dieser Leder ist mit einer hochglänzenden Lackzurichtung versehen.
Geprägte Leder:
Durch geschicktes Aufpressen eines besonderen Narbenbildes können Leder verschiedener Sorten mit einem modischen Präge-Effekt versehen werden (Imitation)
Rauh - oder Velourleder:
Außer den Narbenledern sind verschiedene Arten von Rauh - und Velourledern bekannt. Laienhaft werden diese Leder meist als Wildleder bezeichnet. Bei diesen Ledern bildet die Rückseite (Fleischseite) - ausnahme Nubuk - die sichtbare Oberfläche.
Nubuk:
Ist das edelste Rauhleder - die Narbenseite ist angeschliffen und hat eine feine, samtartige Oberfläche.
Spaltvelour: Wird durch spalten aus stärkerem Rindleder gewonnen - besitzt keine Narben
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