Die Entstehung eines Schuhmodells
Ausgangsbasis für ein der jeweiligen Mode angepaßtes Schuhmodell ist ein Entwurf in Form einer Strichzeichnung. Nach dieser Zeichnung und einem entsprechend modellierten Leisten gestaltet der Modelleur ein sog. " Grundmodell ".
Hierzu muß die Oberfläche des Leistens in eine ebene Fläche gebracht werden, d.h. es wird eine Leistenkopie angefertigt. In diese Leistenkopie wird die räumliche Strichzeichnung übertragen und in den verschiedenen Details ausgearbeitet.
Das so entstandene Grundmodell, das in einer mittleren Größe ausgearbeitet wurde, wird durch Gradieren, d.h. durch Vergrößern bzw. Verkleinern, zu einer Größenserie erweitert.
Die Umrisse der Teile der Größenserie werden bei der Gradierung, aus einem Karton ausgeschnitten und dienen als Vorlage für die Herstellung der Schneidewerkzeuge, der Stanzmesser.
Entsprechende Unterlagen für Laufsohlen, Brandsohlen und Absätze müssen ebenfalls erstellt werden.
Sowohl die technische Modellbearbeitung als auch der Modellentwurf haben sich durch die CAD - Technik seit Mitte der 80er Jahre erheblich gewandelt. Der besondere Vorteil dieser Technik liegt in der sehr schnellen und sehr präzisen Bearbeitung der Schaftmodelle. Änderungen an vorhandenen Modellen sind in kürzester Zeit möglich.
zurück
Schuhfachkunde
